Schock-Daten für Stocker, Babler und Meinl-Reisinger: Arbeitslosenzahlen steigen weiter
Die Bundesregierung müsste bei dieser Entwicklung der Arbeitslosenzahlen längst gegensteuern – aber sie beschäftigt sich mit einem E-Roller-Verbot auf Radwegen und einem Geplänkel über Teilzeit-Arbeit.
Österreich erlebt einen deutlichen Anstieg der Arbeitslosigkeit. Laut aktuellen Zahlen des Sozialministeriums waren im Juli 2025 insgesamt 359.374 Menschen arbeitslos gemeldet oder in Schulungsmaßnahmen des AMS – das sind 17.605 mehr als im Juli 2024. Die Arbeitslosenquote stieg damit auf 6,7 Prozent, ein Plus von 0,3 Prozentpunkten im Jahresvergleich.
Besonders betroffen: Langzeitarbeitslose (+9,8 %), Frauen (+6,8 %) und Menschen mit Beeinträchtigung (+11,9 %). Auch die Jugendarbeitslosigkeit legte zu, ebenso die Akademikerarbeitslosigkeit, die im Jahresvergleich um 13 Prozent stieg.
Auffällig ist auch der Anstieg sogenannter freier Dienstverhältnisse: Im Juni 2025 wurden über 15.200 vollversicherte und rund 26.900 geringfügige solcher Verträge registriert – vor allem im Gesundheitswesen, der Erziehung sowie bei Lieferdiensten, wo sich die Zahl im Jahresvergleich vervierfacht hat.
Arbeitslosenquote in Wien bei 11,1 %
Der Arbeitsmarkt zeigt deutliche regionale Unterschiede: Oberösterreich, Steiermark, Tirol und Salzburg verzeichnen starke Zuwächse bei der Arbeitslosigkeit. Gleichzeitig ist die Zahl offener Stellen laut Statistik Austria im zweiten Quartal um 4 Prozent zurückgegangen – der fünfte Rückgang in Folge. Besonders schlecht sind auch die aktuellen Arbeitsmarktdaten für das von SPÖ und NEOS regierte Wien: 11,1 %! Zum Vergleich: Auf Platz 2 im Negativ-Ranking folgt Oberösterreich mit 6,7 %.
Die wirtschaftliche Lage sorgt für breite politische Reaktionen: Während die Industriellenvereinigung eine Ausweitung des Arbeitsvolumens fordert, betont die Arbeiterkammer den Kampf gegen Langzeitarbeitslosigkeit. Der Gewerkschaftsbund spricht von strukturellen Problemen, und die Opposition kritisiert die Regierung scharf. Ökonom Holger Bonin (IHS) warnt: Die Folgen der Rezession schlagen nun voll auf dem Arbeitsmarkt durch.