Lachend in das EU-Defizitverfahren: Babler vergibt 1500-Euro-Stipendium an Kabarettisten
Ja, tatsächlich - es ist kaum zu glauben: Während aufgrund der Budget-Katastrophe Österreichs Pensionisten und Familien geschröpft werden und die Republik finanziell von der EU mit einem Defizitverfahren bestraft wird, verteilt Vizekanzler und Kulturminister Andreas Babler (SPÖ) Steuergeld an Kabarettisten. Trotz Sparbefehl können sich Spaßmacher um fünf Kabarettisten-Stipendien um je 1500 Euro bewerben.
Blog.at musste zweimal nachprüfen, ob dieser Facebook-Eintrag des Bundesministeriums für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport kein Scherz ist: Immerhin sucht das Ministerium von Vizekanzler Andreas Babler in der größten Wirtschafts- und Budget-Krise per Posting Kabarettisten. Zitat: "Du hast eine starke Idee für ein neues Kabarettprogramm? Dann bewirb dich jetzt um eines der fünf Arbeitsstipendien des BMWKMS."
Tatsächlich wird dann diese staatliche Suche nach Kabarettisten auf der Website des Ministeriums noch genauer definiert: So können Kabarettistinnen und Kabarettisten mit ständigem Wohnsitz in Österreich ihren Antrag einreichen, ein Kabarettprogramm kann nur einmal von einer beteiligten Person eingereicht werden. Für die Beinahe-Kabarettisten gibt's 1500 Euro Steuergeld pro Monat, die Laufzeit beträgt 6 Monate, pro Jahr werden 5 Stipendien vergeben, Alleinerziehende können zusätzlich um einen Alleinerzieherbonus und/oder Kinderbetreuungsbonus ansuchen.
Bablers Bundesministerium verteilt also 45.000 Euro Steuergeld dafür, dass es noch mehr Kabarettisten in diesem Land gibt. Und das, während der eine Koalitionspartner (ÖVP) die Teilzeit-Arbeiter mehr sekkieren will, und der andere Koalitionspartner (NEOS) das Pensionsantrittsalter hinaufsetzen möchte.
Immerhin: Die Bewerber für das Kabarett-Stipendium können in diesem Ministerium von den Besten des Fachs lernen.
