FPÖ gegen Austragung des Song Contests in Österreich: „Sicherheitsproblem“

Die FPÖ stellt sich klar gegen die Austragung des Eurovision Song Contest in Österreich kommendes Jahr: Durch Events wie den ESC bestehe die konkrete Gefahr, dass „anti-israelische Stimmung“ und „linksextremistische Tendenzen“ gefördert werden.

JJ. Foto: Jens Büttner/picture alliance via Getty Images

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Die FPÖ stellt sich klar gegen die Austragung des Eurovision Song Contest in Österreich kommendes Jahr: Durch Events wie den ESC bestehe die konkrete Gefahr, dass „anti-israelische Stimmung“, Antisemitismus und „linksextremistische Tendenzen“ gefördert werden – die Folge sei ein „massives Sicherheitsproblem.“

Der Tiroler FPÖ-Landeschef Markus Abwerzger spricht sich vehement gegen eine Austragung des Eurovision Song Contest (ESC) 2026 in Österreich aus. Besonders die Bewerbung der Stadt Innsbruck sieht er kritisch. In einem Interview mit der APA forderte Abwerzger, dass Österreich „freiwillig auf die Durchführung verzichten“ solle. Die Bundesregierung, angeführt von Kanzler Christian Stocker (ÖVP) und Vizekanzler und Kulturminister Andreas Babler (SPÖ), müsse diese Linie unterstützen: „Noch wäre Zeit dafür“, betonte Abwerzger.

Seine Hauptsorge gilt der Sicherheit rund um die Veranstaltung. Bereits jetzt beobachte man eine Zunahme von Demonstrationen „bedenklicher Art“, so Abwerzger. Als Beispiel nannte er die Pride Parade in Innsbruck, bei der ein „Block von Kommunisten mit Hamas-Fahnen“ aufgetaucht sei. Für ihn sei es offensichtlich, dass „bestimmte linke Kreise“, die auch mit dem Song Contest in Verbindung stünden, ein „Antisemitismusproblem“ hätten.

Auch die jüngsten ESC-Veranstaltungen hätten laut Markus Abwerzger eine „stark anti-israelische Stimmung“ gezeigt. Dass immer wieder Stimmen laut würden, israelische Künstler vom Wettbewerb auszuschließen, nannte er „einen absoluten Wahnsinn“. Die aufgeheizte Atmosphäre gegenüber der israelischen Vertreterin beim diesjährigen ESC in Basel sei aus seiner Sicht besorgniserregend gewesen.

Neben Sicherheitsbedenken warnt der FPÖ-Politiker vor einem Image-Schaden für Tirol als Tourismus- und Wirtschaftsstandort. „Wir wollen Bilder von der Streif in Kitzbühel in die Welt schicken – nicht von Hamas-Demos in der Innsbrucker Innenstadt“, erklärte er. Die Frage der Kosten sei für ihn zweitrangig, entscheidend sei die Sicherheit. Der Verfassungsschutz müsse ein umfassendes Sicherheitskonzept vorlegen.

Vizekanzler Babler warf Markus Abwerzger zudem vor, „fatale Signale“ auszusenden, indem er Aktivisten mit „bedenklichen Sympathien für Gaza und Hamas“ – wie zuletzt bei den Salzburger Festspielen – zu Gesprächen einlade.