Vogel zerstört Jet-Nase: Flugzeug muss notlanden
Dramatische Minuten über Madrid: Ein brandneuer Airbus A321XLR der spanischen Fluggesellschaft Iberia musste kurz nach dem Start notlanden. Ein großer Vogel hat die Nase des Flugzeugs schwer beschädigt. An Bord befanden sich 182 Passagiere, die in Richtung Paris-Orly unterwegs waren.
Der Flug IB579 hob am Sonntag planmäßig um 16.05 Uhr vom Flughafen Madrid-Barajas ab. Doch nur wenige Minuten später, in 2100 Metern Höhe, kam es zur Kollision mit einem großen Vogel – vermutlich war es ein Geier. Das Tier traf mit voller Wucht die Flugzeugnase, das sogenannte Radom, hinter dem sich das sensible Wetterradar befindet. Durch den Aufprall wurde die Flugzeugspitze schwer beschädigt.
Doch der Zwischenfall endete damit nicht: Der Vogel wurde anschließend vom linken Triebwerk eingesogen, wodurch mehrere Fanblätter sichtbar beschädigt wurden. Angesichts der doppelten Gefahrenlage entschieden die Piloten sofort, den Steigflug abzubrechen und nach Madrid zurückzukehren. Unter Notfallbedingungen leitete die Crew eine Sicherheitslandung ein.
Nach rund 25 Minuten in der Luft setzte der Airbus sicher auf der Piste 32L auf. Die Maschine erhielt Priorität bei der Landung, Rettungskräfte standen bereit. Die Passagiere konnten das Flugzeug anschließend über mobile Treppen verlassen. Das beschädigte Flugzeug wurde danach aus dem Verkehr gezogen und zur technischen Untersuchung abgestellt.
Besonders bitter für Iberia: Der betroffene Airbus A321XLR gehört zur neuesten Generation und wurde erst vor wenigen Wochen ausgeliefert. Iberia ist der Erstkunde dieses Modells, das künftig auf transatlantischen Langstrecken eingesetzt werden soll.
Vogelschläge gehören zu den häufigsten Zwischenfällen in der Luftfahrt. Doch nicht immer endet es glimpflich: Der tragische Absturz einer Jeju-Air-Maschine Ende 2024, bei dem ein Vogelschwarm in beide Triebwerke geriet, bleibt eine schmerzliche Erinnerung an die Gefahren solcher Kollisionen.