Kartierung der Fledermaus-Routen stoppt Sanierung wichtiger Donaubrücke

22.000 Pendler überqueren täglich die Brücke zwischen Nieder- und Oberösterreich. Die knapp 70 Jahre alte Konstruktion soll 2028 für drei Monate komplett gesperrt werden. Die Sanierung ist überfällig – der Neubau jedoch wird blockiert. Grund dafür ist ein gestoppter Umweltverträglichkeitsbescheid. Eine neue Kartierung des Mittelspechts steht an, dazu eine Erhebung von Fledermausflugrouten – das volle Programm.

Eigentlich hätte die zweite Brücke 2027 eröffnet werden sollen – als Entlastung für den sanierungsbedürftigen Altbau. Doch der Verwaltungsgerichtshof stoppte den Bau. Die Folge: Zehntausende stehen bald täglich im Stau-Chaos. Der Verein „Doneubrücke“ warnt vor katastrophalen Auswirkungen. Täglich rund 109 Tonnen zusätzlicher CO₂-Ausstoß, um nur ein Beispiel zu nennen.

Hunderte Jobs stehen auf dem Spiel

„Wenn nichts passiert, suchen sich die Menschen neue Jobs“, wird Vereinsobmann Johannes Hödlmayr in Berichten zitiert. Gemeinsam mit Unternehmern wie Leonhard Helbich-Poschacher, Geschäftsführer des Donauparks, kämpft er für eine schnelle Lösung. Der rechnet mit einem Umsatzeinbruch von bis zu 50 Prozent – und damit verbunden mit Kündigungen. 130 seiner 350 Mitarbeiter kommen aus Niederösterreich. Wenn die täglich 80 Kilometer Umweg fahren müssen, sei das „nicht zumutbar“.

Der Fledermausschutz sei inzwischen dokumentiert, auch die Spechtkartierung soll bald eingereicht werden. Die Initiatoren fordern nun rasche Verhandlungen, um den Baustart noch 2026 zu ermöglichen. Das Ziel: Fertigstellung bis spätestens 2030 – damit das Mühlviertel nicht im Verkehrschaos versinkt.