Netanjahu: Jetzt Befehl für vollständige Besetzung des Gazastreifens!

Israels Premierminister Benjamin Netanjahu hat am Montagabend die vollständige Besetzung des Gazastreifens beschlossen – inklusive Einsätzen in jenen Gebieten, in denen Geiseln festgehalten werden. Der drastische Schritt markiert eine neue Eskalationsstufe im Konflikt und führt zu Spannungen zwischen Regierung und Militärspitze.

Das Büro des Premierministers richtete eine unmissverständliche Botschaft an Generalstabschef Herzi Halevi: Sollte dieser mit der Entscheidung nicht einverstanden sein, stehe ihm der Rücktritt offen. Die Drohung signalisiert eine dramatische Verschärfung des ohnehin angespannten Verhältnisses zwischen politischer Führung und Armeespitze.

Die Ankündigung erfolgt nach monatelangen, ergebnislosen Verhandlungen in Doha zwischen Hamas, Israel und internationalen Vermittlern. Hamas fordert weiterhin hunderte Lkw-Ladungen an Hilfsgütern als Bedingung für eine Rückkehr an den Verhandlungstisch. Trotz verstärkter internationaler Bemühungen, Hilfen unter Umgehung der Hamas in den Gazastreifen zu bringen, bleibt der humanitäre Zugang blockiert.

Zuletzt veröffentlichte Hamas Videos von ausgehungerten Geiseln, die von der Lebensmittelkrise im Gazastreifen berichteten. Das Rote Kreuz kündigte daraufhin an, seine Hilfslieferungen an Geiseln zu intensivieren. Hamas stellte jedoch klar: Nur wenn Israel humanitäre Korridore dauerhaft öffnet und jeglichen Luftverkehr während der Hilfslieferungen einstellt, würden die Geiseln Zugang zu den Hilfsgütern erhalten.

Die Entscheidung Netanjahus dürfte nicht nur militärische, sondern auch innenpolitische Erschütterungen auslösen. Die internationale Gemeinschaft reagierte besorgt auf die Ankündigung, die einen langfristigen Flächenbrand im Nahen Osten befürchten lässt.

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