FPÖ zu Skandal um Sex-Botschafter: "Außenministerium ein Labor des Machterhalts"

"Der türkise Apparat" und der "tiefe Staat im Außenministerium" werden aktuell von FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker und seinem Parteikollegen Michael Schnedlitz scharf kritisiert: Die Staatsaffäre um Österreichs strengen Sado-Maso-Botschafter in Brüssel zeige, dass das Außenministerium, das jetzt von Beate Meinl-Reisinger (NEOS) geführt wird, "total außer Kontrolle" sei.

"Das zeigt doch alles sehr viel - das ist ein gewaltiges Netzwerk im Außenministerium. Die ÖVP ist viel zu lange in einer wesentlichen Funktion in dieser Republik. Da geht's nur noch darum, um Karriere zu machen. Wir haben hier einen dringenden Handlungsbedarf", sagte Christian Hafenecker (FPÖ) im aktuellen Mediengespräch. Zum konkreten Fall des Botschafters Österreichs bei der EU, der - blog.at hat berichtet - jahrelang einen Blog mit frauenfeindlichen Sado-Maso-Texten betrieb, meinte der FPÖ-Politiker: "Österreich braucht eine saubere Regierung."

Hafenecker sprach auch über mögliche Verbindungen zwischen dem aufgeflogenen Sex-Botschafter und einem bekannten Verstaatlichten-Vorstand mit bekanntem Hang zur Genital-Fotografie sowie einem früheren ÖVP-Vizekanzler - jetzt müsse das ganze Netzwerk aufgedeckt werden.

Wie aktuell berichtet (Blog.at - Österreichs Sex-Blog-Botschafter in Brüssel: Geheime SMS und Bildgalerien aufgetaucht), könnte der Botschafter, der jetzt noch immer im Außenministerium seinen Dienst versehen darf, auch zu einem gewaltigen Sicherheitsrisiko für Österreich aber auch für sämtliche EU-Nationen geworden sein: Das Mobiltelefon des Diplomaten dürfte lange Zeit ausgespäht worden sein - ob das nun auch mit seiner Nebentätigkeit als umtriebiger Herausgeber der Sado-Maso-Website zusammenhängt ist noch nicht geklärt. Ebenso müsste vom Verfassungsschutz erhoben werden, ob der Sex-Diplomat mit seinem unvorsichtigen Verwendung von Dienst-PC und Dienst-Handy dafür - unabsichtlich - gesorgt hat, dass der Cyber-Angriff auf das Außenministerium im Jahr 2020 möglich war.

Credit: FPÖ