Gerichtserfolg für Raiffeisen Bank International in Russland
Die Raiffeisen Bank International (RBI) hat in Russland einen wichtigen juristischen Teilerfolg erzielt. Ein russisches Gericht hob eine Anordnung auf, durch die Anteile an der russischen Tochterbank eingefroren worden waren. Dies bestätigte ein Anwalt der Bank gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.
Hintergrund der Maßnahme war eine Klage der russischen Investmentgesellschaft Rasperia, die wegen eines geplatzten Geschäfts gegen die RBI vorgegangen war. Noch im Juni hatte dasselbe Gericht einen Antrag der RBI auf Aufhebung der Blockade abgelehnt. Eine offizielle Stellungnahme der RBI in Wien blieb zunächst aus.
Trotz des Gerichtsbeschlusses bleibt unklar, ob die RBI ihre russische Tochterbank zeitnah verkaufen kann. Ein solcher Schritt erfordert zahlreiche weitere Genehmigungen der russischen Behörden. Die Bank sucht seit dem Beginn des Ukraine-Kriegs nach Möglichkeiten, sich aus dem russischen Markt zurückzuziehen.
Die RBI gilt als größte westliche Bank, die weiterhin in Russland aktiv ist. Der nun erzielte rechtliche Erfolg könnte den Weg für weitere Verhandlungen ebnen, bedeutet jedoch noch keinen endgültigen Ausstieg. Die Situation bleibt angespannt, da politische und regulatorische Hürden bestehen.