Die Staatsaffäre im Außenamt: Sex-Botschafter war erpressbar - ein Sicherheitsrisiko
"Jeder Mitarbeiter einer Privatfirma, der auf dem Firmen-PC während der Dienstzeit einen Porno-Blog betreibt, wird sofort gefeuert", kritisieren bereits viele Österreicher auf X, dass der Sado-Maso-Botschafter - Blog.at hat berichtet - noch immer im Außenministerium im Dienst ist. Und: Der bekannte Ex-Profil-Chefredakteur Christian Rainer sagt nun auch klar: Der Diplomat war erpressbar - und damit ein Sicherheitsrisiko.
Die Berichte des Investigativ-Mediums Fass ohne Boden (FoB) deckten einen Skandalfall im Außenministerium auf, der nun bereits eine Staatsaffäre ist: Immerhin ist jetzt bekannt - blog.at berichtet - wie nahe der als Sado-Maso-Botschafter bekannte Diplomat an den Spitzen der Republik über Jahre hinweg arbeitete. So war der jetzt aus Brüssel abberufene Botschafter Kabinettschef zweier ÖVP-Kanzler, nämlich von Brigitte Bierlein und Alexander Schallenberg.
Und wie ÖVP-Insider berichten, soll der hochrangige Beamte auch in gutem Kontakt zu einem aus vielen geleakten Chats bekannten Verstaatlichten-Manager gestanden sein, auf dessen Mobiltelefon auch nicht nur Dienstliches gefunden wurde.
Während einige alte Mainstream-Medien den Fall totschweigen oder verharmlosen wollen, sagt nun der frühere Chefredakteur des profil, Christian Rainer, was auch Cyber-Security-Experten bereits gegenüber blog.at bestätigten: Mit seiner Nebentätigkeit als Betreiber eines Porno-Webblogs inklusive frauenfeindlichen Texten sei der österreichische Botschafter "in dieser Funktion erpressbar" gewesen.
Zugang zu streng vertraulichen Informationen
Während seiner Tätigkeit als Kabinettschef im Kanzleramt in Wien, aber auch bei seiner Funktion als EU-Botschafter der Republik hätte der beamtete Sex-Blogger Zugang zu streng vertraulichen Informationen gehabt. Der Botschafter war auch tatsächlich Ziel von Spionageangriffen: So wurde nun bekannt, dass auch sein Mobiltelefon über Monate ausgespäht und seine SMS-Chats sowie sehr private Bildgalerien abgegriffen worden sind.
Für Österreichs Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) und auch Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) besteht nun dringender Handlungsbedarf: Der Skandalfall muss komplett aufgerollt werden - immerhin war die Staatssicherheit gefährdet.
Auch die anderen EU-Nationen, mit denen der Sex-Botschafter in engem Kontakt stand, haben sicher ein großes Interesse zu erfahren, wie sehr auch ihre vertraulichen Gespräche und Terminkoordinationen an unbekannte Dritte weitergegeben worden sind. Bei diesen Kontakten ging es immerhin auch um Absprachen zu weiteren Sanktionen gegen Russland oder zur Unterstützung der Ukraine.