13,5 Milliarden teuer: Italiens Regierung genehmigt Bau der Brücke nach Sizilien

Italien will die weltweit längste Hängebrücke über die Straße von Messina bauen. Das seit Jahrzehnten umstrittene Projekt wurde nun endgültig genehmigt, wie das Verkehrsministerium mitteilte. Die Brücke soll Sizilien mit dem Festland verbinden, 3,7 Kilometer lang werden und 13,5 Milliarden Euro kosten. Baubeginn ist für 2026 geplant, Fertigstellung 2032.

Verkehrsminister Matteo Salvini feiert die Entscheidung als Meilenstein für Süditalien. Er verspricht Arbeitsplätze und wirtschaftlichen Aufschwung. Die Brücke soll 6000 Autos pro Stunde sowie 200 Züge täglich befördern.

Umweltschützer und Wissenschaftler warnen jedoch vor massiven Risiken für Natur, Anwohner und Bau-Sicherheit. Kritisch sehen Experten auch die geplante Einstufung als „Verteidigungsinfrastruktur“, mit der Italien höhere Rüstungsausgaben rechtfertigen will. Das Projekt wurde seit den 1960er Jahren mehrfach diskutiert und verworfen, zuletzt 2023 von Premierministerin Giorgia Meloni wiederbelebt.

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