Deutschland streicht linken Medien die Förderungen
Berlins schwarz-rote Bundesregierung beendet mehrere umstrittene Förderprogramme für den Journalismus, die unter Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Grüne) eingeführt worden waren. Betroffen sind rund 20 Initiativen, darunter der sogenannte „JX Fund“ für Exiljournalisten (4,19 Mio. Euro), KI-Workshops der dpa (240.000 Euro), ein Hilfetelefon für mental belastete Journalisten sowie Projekte von Correctiv, Netzwerk Recherche und den „Neuen deutschen Medienmacherinnen“.
Die Programme waren als Pilotprojekte angelegt und laufen nun aus. Eine Sprecherin von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (CDU) erklärte gegenüber der Welt, die Unabhängigkeit der Medien lebe von einer klaren Distanz des Staates zum publizistischen Raum. „Weder durch redaktionelle Einflussnahme noch durch strukturelle Förderung darf der Eindruck entstehen, der Staat wirke auf Inhalte ein.“
Im Gegensatz dazu sollen Programme zur Förderung von Medienkompetenz für Kinder und Jugendliche ausgebaut werden. Für 2026 ist eine Erhöhung auf über eine Million Euro geplant. Welche Träger konkret gefördert werden, ist bisher offen.
Die Entscheidung markiert einen klaren politischen Kurswechsel in der Medienpolitik.