Putin bestätigt Treffen mit Trump - Selenskyj will er aber nicht sehen
Für ein Gespräch mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj hingegen sieht Putin derzeit keine Grundlage. Die Voraussetzungen für Friedensverhandlungen seien „noch lange nicht gegeben“, erklärte der Kremlchef am Rande eines Treffens mit dem Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate, Mohammed bin Sajid, in Moskau.
Putins außenpolitischer Berater Juri Uschakow hatte zuvor erklärt, dass sich Washington und Moskau bereits auf einen Ort geeinigt hätten, dieser aber erst zu einem späteren Zeitpunkt offiziell genannt werde. Putin betonte, Russland verfüge über zahlreiche Partnerstaaten, die sich als Gastgeber für einen solchen Gipfel angeboten hätten.
Bereits am Mittwoch hatte US-Präsident Trump ein baldiges Treffen mit Putin in Aussicht gestellt. Nach dem Besuch seines Sondergesandten Steve Witkoff in Moskau sprach Trump von einem Gipfel, der „sehr bald“ stattfinden könne. Er plane zunächst ein bilaterales Treffen mit Putin – und in weiterer Folge ein trilaterales Gespräch mit Putin und Selenskyj.
Bundeskanzler Friedrich Merz und der ukrainische Präsident Selenskyj reagierten zurückhaltend, würdigten jedoch laut Regierungssprecher Stefan Kornelius die diplomatischen Bemühungen Trumps. In einem gemeinsamen Telefonat betonten sie die Notwendigkeit, dass Russland seinen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg umgehend beenden müsse. Zudem vereinbarten sie eine enge Abstimmung mit den USA und anderen europäischen Partnern. „Die Parameter, wie dieser Krieg beendet wird, werden die Sicherheitslandschaft Europas auf Jahrzehnte hinaus prägen“, schrieb Selenskyj anschließend auf der Plattform X.
Der ukrainische Präsident unterstrich erneut den Anspruch seines Landes, Teil Europas zu sein, und forderte eine gleichberechtigte Rolle Europas bei möglichen Friedensverhandlungen. „Die Ukraine fürchtet kein Treffen und erwartet von Russland die gleiche mutige Haltung“, so Selenskyj. Ein Ende des Krieges sei überfällig.
Während Trump bereits mit europäischen Regierungschefs, darunter auch Merz, telefoniert hat, bleibt unklar, ob das geplante Gipfeltreffen eine realistische Grundlage für Friedensgespräche schaffen kann – besonders, da der Kreml derzeit jede direkte Verhandlung mit der Ukraine ausschließt.