69 % der Deutschen mit Regierung unzufrieden, Merz stürzt in Umfrage ab
Die neuesten Zahlen des ARD-„Deutschlandtrends“ - erhoben von Infratest dimap im Auftrag der „Tagesthemen“ und Welt - zeichnen für die Bundesregierung ein ernüchterndes Bild: Die Zufriedenheit mit der schwarz-roten Koalition sinkt auf ein Rekordtief, der Kanzler selbst stürzt im Beliebtheitsranking drastisch ab.
Nur noch 29 Prozent der Bürger sind mit der Arbeit der Bundesregierung „zufrieden“ oder „sehr zufrieden“ – ein Minus von zehn Punkten im Vergleich zum Juli. Der Anteil der Unzufriedenen steigt parallel um 15 Punkte auf alarmierende 69 Prozent – so schlecht schnitt Schwarz-Rot seit dem Amtsantritt im Mai nicht ab.
Auch Friedrich Merz persönlich gerät zunehmend in die Kritik. Zwei Drittel der Befragten halten ihn nicht für vertrauenswürdig. 61 Prozent sagen, er kommuniziere nicht überzeugend. Und 56 Prozent trauen ihm nicht zu, das Land sicher durch eine Krise zu führen – ein dramatischer Vertrauensverlust. Nur 42 Prozent halten ihn dem Kanzleramt überhaupt gewachsen. Selbst unter Unionsanhängern ist die Unterstützung verhalten: Zwar befürworten 68 Prozent sein Krisenmanagement, doch auch hier gibt es spürbaren Zweifel.
Klare Mehrheit gegen den Ukraine-Kurs von Merz
In der Bewertung zentraler Politikfelder sieht es kaum besser aus: Nur 35 Prozent glauben, Merz vertrete deutsche Interessen international erfolgreich, 57 Prozent lehnen seinen Kurs im Ukraine-Konflikt ab. Die einzigen positiven Werte erreicht er mit seiner Haltung zur Zuwanderung – 52 Prozent unterstützen seine Linie. Doch auch hier ist der Rückhalt seit der Bundestagswahl um zwölf Punkte gesunken.
Im Ranking der Spitzenpolitiker verliert Merz zehn Prozentpunkte und kommt nur noch auf 32 Prozent Zufriedenheit, lediglich AfD-Chefin Alice Weidel schneidet schlechter ab. Beliebtester Unionspolitiker bleibt CSU-Chef Markus Söder mit 38 Prozent Zustimmung – bei allerdings 55 Prozent Ablehnung. Außenminister Johann Wadephul (CDU) und SPD-Chef Lars Klingbeil liegen abgeschlagen bei rund 30 Prozent.
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