Totale Niederlage der Regierung: Zahl der Waffenkäufe stark gestiegen

Genau das sollte nach dem Blutbad mit 9 Mordopfern im BORG Dreierschützengasse in Graz nicht passieren: Die Zahl der registrierten Schusswaffen in Österreich ist deutlich gestiegen - vermutlich auch aufgrund der Ankündigung der Bundesregierung, das Waffengesetz zu verschärfen.

Bereits im Juni wurden 4504 Waffen neu registriert, 13 Prozent mehr als im bisherigen Monatsdurchschnitt von Januar bis Mai (3996). Im Juli, dem ersten vollen Monat nach dem Attentat, kletterte die Zahl sogar auf 4973 Neu-Anmeldungen – das entspricht einem Anstieg von knapp 25 Prozent im Vergleich zum Durchschnitt der ersten fünf Monate des Jahres.

Besonders stark zugenommen hat die Nachfrage nach Langwaffen, etwa Jagdgewehren. Hier stiegen die Registrierungen im Juli um 40 Prozent im Vergleich zum bisherigen Jahresschnitt, berichtet der Standard. Auch Faustfeuerwaffen wie Pistolen und Revolver wurden deutlich häufiger gemeldet – mit einem Plus von 21 Prozent.

Waffenhändler hatten bereits im Juni über eine verstärkte Nachfrage berichtet. Mit der nun veröffentlichten Statistik bestätigt sich dieses Bild auch offiziell. Branchenvertreter führen den Anstieg auf Verunsicherung in der Bevölkerung und die Sorge vor noch strengeren Auflagen zurück. Für die Bundesregierung ist das eine klare Niederlage: Genau das Gegenteil wollte die Koalition aus ÖVP, SPÖ und NEOS erreichen.