Pentagon: Entlassene Transgender-Soldaten sollen keine Pension bekommen
Die US-Luftwaffe wird transgender Soldaten mit 15 bis 18 Dienstjahren künftig keine vorzeitige Pension mehr gewähren. Stattdessen sollen sie ohne Pensionsanspruch aus dem Dienst ausscheiden, wie ein Sprecher gegenüber der Nachrichtenagentur AP bestätigte. Rund ein Dutzend Betroffene sei zunächst fälschlich informiert worden, sie könnten in den Ruhestand treten – diese Zusagen wurden zurückgezogen.
Die Entscheidung folgt einer im Mai vom Obersten Gerichtshof genehmigten Regelung der Trump-Regierung, die den Dienst von Transgender-Personen in den Streitkräften untersagt. Betroffene können entweder eine einmalige Abfindung annehmen oder werden später zwangsweise entlassen.
Kritiker wie die Anwältin Shannon Leary sprechen von „willkürlicher und grausamer“ Behandlung langjähriger Soldaten. Master Sergeant Logan Ireland, seit 15 Jahren im Dienst und Veteran des Afghanistan-Einsatzes, zeigte sich „verraten und am Boden zerstört“.
Pentagon-Angaben zufolge wurden Ende 2024 rund 4.240 aktive Soldaten sowie Reservisten mit „Genderdysphorie“ registriert. Kommandeure und medizinische Untersuchungen sollen künftig nicht gemeldete Betroffene ermitteln. Mehrere Klagen gegen die neue Praxis werden erwartet.