US-Zoll gilt auch für Goldbarren aus der Schweiz

Die US-Zollbehörden verhängen auch überraschend einen Zoll von 39 Prozent auf Goldbarren aus der Schweiz. Betroffen sind insbesondere Ein-Kilogramm-Barren sowie 100-Unzen-Barren, wie die Financial Times berichtet.

Bislang galt die Annahme, dass in der Schweiz umgeschmolzene Edelmetalle zollfrei in die USA eingeführt werden können. Doch ein offizielles Schreiben vom 31. Juli belehrt die Branche eines Besseren: Die genannten Barren müssen laut US-Zoll unter einer Tarifnummer eingeführt werden, die mit einem satten Aufschlag belegt ist.

Diese Entscheidung trifft die Schweizer Goldbranche hart. Besonders betroffen ist der Ein-Kilogramm-Barren, die weltweit meistgehandelte Goldeinheit an der Comex-Börse in New York. Er stellt zudem den Großteil der Schweizer Goldexporte in die USA dar.

Die neue Regelung sorgt für Unsicherheit in der Branche, die bislang fest von einer zollfreien Einfuhr dieser Einheiten ausgegangen war. Die Auswirkungen auf den Goldhandel zwischen der Schweiz und den USA könnten erheblich sein.

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