Lukaschenko: Nach dieser Amtszeit geht er in Pension
Der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko will nach eigenen Angaben nicht erneut kandidieren. „Nein, das habe ich nicht mehr vor“, sagte der 70-jährige Staatschef im Interview mit dem US-Magazin Time. Er hoffe, so fit zu bleiben wie Donald Trump, scherzte er – ernst wurde es, als er betonte, er wolle nicht als „Verräter“ gelten, der sein Land verlässt.
Lukaschenko regiert Belarus seit 1994 mit harter Hand. Er ließ Massenproteste nach seiner mutmaßlich gefälschten Wiederwahl 2020 gewaltsam niederschlagen. Internationale Beobachter kritisierten auch die Wahl im Januar 2025, bei der er sich bis 2030 im Amt bestätigen ließ. Belarus ist zudem das einzige Land Europas, in dem noch die Todesstrafe vollstreckt wird.
Immer wieder wurde spekuliert, sein Sohn Nikolai (20) solle die Nachfolge antreten. Dies wies Lukaschenko nun zurück. Ein Nachfolger dürfe gerne andere Akzente setzen, solle das Land aber „nicht über den Haufen werfen“, so der Präsident.
Ob Lukaschenko seine Ankündigung tatsächlich umsetzt, bleibt fraglich. Bereits in der Vergangenheit hatte er Rückzüge angedeutet – und sich dann doch erneut bestätigen lassen. Beobachter werten das Interview daher als taktisches Signal statt als echten Wendepunkt.
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