Doskozil: „Werde 2030 erneut kandidieren – wenn die Gesundheit mitspielt“
Burgenlands Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) kontert auf Spekulationen um ein vorzeitiges Amtsende. „Das ist völliger Blödsinn“, sagte der 55-jährige Politiker in einem Interview mit der Krone. Trotz seiner gesundheitlichen Einschränkung will er, sollte sein Zustand stabil bleiben, 2030 erneut kandidieren.
Für die kommenden Jahre nennt Doskozil klare Schwerpunkte: den weiteren Ausbau der Spitäler, die Umsetzung von Pflegestützpunkten sowie die Energiewende – mit dem Ziel, bis 2030 bilanzielle Unabhängigkeit zu erreichen.
Eine große Herausforderung sieht er in den Gemeindefinanzen. Da das geplante Gemeindepaket wohl scheitert, will das Land verstärkt Grundversorgung wie Schulen und Feuerwehren mitfinanzieren. „Ohne Gegenfinanzierung geht es nicht – wir haben keine Gelddruckmaschine“, betonte er mit Blick auf den umstrittenen Müllverband-Deal.
Trotz wirtschaftlicher Flaute steht das Burgenland aus seiner Sicht solide da: Der Darlehensstand lag Ende 2024 bei 450 Millionen Euro – im Vergleich zu anderen Ländern niedrig.
Ein weiteres Ziel: leistbares Wohnen. „Die Mieten sind zu hoch, auch im gemeinnützigen Bereich“, sagt Doskozil. Die Politik sei heute schnelllebiger denn je. Sein größter Wunsch: die geplante Klinik in Gols für die Bevölkerung zu realisieren.
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