Jeder dritte Österreicher sagt bereits, dass zu viel gegen den Klimawandel getan wird

Die Skepsis in der Klimafrage wächst: Nur noch 58 Prozent der Österreicher glauben, dass der Klimawandel vom Menschen verursacht wird – 2009 waren es noch 77 Prozent. Gleichzeitig stieg der Anteil derjenigen, die menschlichen Einfluss verneinen, von elf auf 28 Prozent. Besonders hoch ist diese Skepsis bei Wählern der FPÖ, von denen etwa jeder Zweite den menschlichen Beitrag bestreitet.

Diese Haltung wirkt sich auch auf die Einstellung zu Klimaschutzmaßnahmen aus. Immer mehr Befragte sind der Meinung, Österreich tue bereits zu viel gegen den Klimawandel. Laut der neuesten Market-Umfrage für den Standard ist der Anteil dieser Gruppe seit März 2023 von 20 auf 27 Prozent gestiegen. Damals forderten noch 42 Prozent mehr Klimaschutz – heute sind es acht Prozentpunkte weniger. Unverändert etwa ein Drittel findet das derzeitige Maß an Maßnahmen angemessen.

Meinungsforscher Peter Pfarrhofer erklärt den Trend so: Wer den menschlichen Einfluss auf das Klima ablehnt, lehne konsequenterweise auch zusätzliche Maßnahmen ab. Der Rückgang der Zustimmung zu mehr Klimaschutz zeigt, wie stark das Thema polarisiert – und wie sehr politische Einstellungen die Wahrnehmung wissenschaftlicher Fakten prägen.

Die Daten legen nahe: In Österreich nimmt nicht nur die Klimaskepsis zu, sondern auch der Widerstand gegen eine zu ehrgeizige milliardenteure Umweltpolitik.

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