Robert Fico über liebende Elefanten, das Gras und die Ukraine

In der aktuellen Stellungnahme erklärt Fico, es sei „längst offenkundig“, dass die Ukraine niemals Mitglied der NATO werde. Der Westen habe das Land benutzt, um Russland zu schwächen, sei jedoch mit dieser Strategie gescheitert – mit gravierenden Konsequenzen für die Ukraine.

Zur Verdeutlichung seiner Sichtweise griff Robert Fico auf ein afrikanisches Sprichwort zurück: „Wenn Elefanten kämpfen oder sich lieben, leidet immer das Gras.“ In diesem Bild stehe die Ukraine für das Gras, das – unabhängig vom Ausgang der Gespräche am 15. August – Schaden nehmen werde.

Der Premierminister wirft den ukrainischen Führungskräften vor, sich vom Westen weiter in eine gescheiterte Konfrontationsstrategie treiben zu lassen. Sie hätten zugelassen, dass ihr Land in einen Krieg hineingezogen wurde, der Russland militärisch schwächen sollte, nun jedoch vor allem ukrainische Opfer fordere.

Der Regierungschef fordert zwei unmittelbare Schritte: Erstens die sofortige Einstellung aller Kampfhandlungen, um das „sinnlose Töten von Slawen“ zu beenden. Zweitens die Vermeidung weiterer westlicher Einflussnahme bei möglichen Waffenstillstandsverhandlungen.

Für Fico steht fest: Der Krieg werde irgendwann enden, und dann würden viele westliche Politiker, die derzeit noch scharfe Worte gegen Moskau richteten, umgehend versuchen, wirtschaftliche Beziehungen zu Russland aufzunehmen.

Seine Äußerungen dürften international für Kontroversen sorgen, da sie den westlichen Kurs in der Ukrainefrage offen in Frage stellen und den Druck auf Kiew erhöhen, sich auf Verhandlungen einzulassen.

Credit: Getty Images