USA und China verlängern Pause im Zoll-Streit
Nur wenige Stunden vor Ablauf der Frist haben sich die USA und China im eskalierenden Handelsstreit auf eine weitere Verschiebung der angedrohten Strafzölle geeinigt. US-Präsident Donald Trump unterzeichnete am Montagabend einen Erlass, der die Einführung der Maßnahmen um 90 Tage verzögert.
Ohne Einigung wären am Dienstag Zölle von mehr als 100 Prozent auf Importe beider Länder in Kraft getreten – 145 Prozent für chinesische Waren in den USA und 125 Prozent für US-Produkte in China. Bereits im Mai hatten beide Seiten nach Gesprächen in Genf die Aufschläge vorübergehend ausgesetzt.
Die jüngsten Verhandlungen zogen sich bis kurz vor Ablauf der Deadline hin. Trump sprach anschließend von „ziemlich guten“ Gesprächen und hob seine „sehr gute Beziehung“ zu Chinas Staatschef Xi Jinping hervor.
Auch Peking zeigte sich vorsichtig optimistisch. Außenamtssprecher Lin Jian erklärte, man hoffe auf „positive Ergebnisse“ auf Basis von Gleichheit, Respekt und gegenseitigem Nutzen.
Der Konflikt hatte Anfang April begonnen, als Trump hohe Strafzölle verhängte und China mit Gegenzöllen reagierte. Nach mehreren Eskalationsrunden lag das beidseitige Zollniveau zeitweise bei über 100 Prozent. Die jetzige Verlängerung verschafft beiden Seiten erneut Zeit – doch eine dauerhafte Lösung ist weiter offen.
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