Zielkonflikt: Kerninflation in den USA gestiegen

Die Inflation in den USA hat im Juli wie bereits im Vormonat bei 2,7 Prozent gelegen. Die sogenannte Kerninflation, ohne schwankende Lebensmittel- und Energiepreise, stieg jedoch auf 3,1 Prozent. Das erschwert der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) die Arbeit: Sie muss Preisstabilität und Vollbeschäftigung zugleich im Blick behalten.

Am Arbeitsmarkt zeigt sich ein deutlicher Dämpfer: Im Juli wurden nur 73.000 neue Stellen außerhalb der Landwirtschaft geschaffen, zudem korrigierte das US-Arbeitsministerium die Beschäftigungszahlen für Mai und Juni um insgesamt mehr als 250.000 nach unten.

Damit steht die Fed vor einem Zielkonflikt: Hohe Zinsen bremsen die Inflation, belasten aber den Arbeitsmarkt – niedrigere Zinsen könnten diesen stützen, aber die Teuerung anheizen. Vor Veröffentlichung der Juli-Daten hatten viele Investoren noch mit einer Zinssenkung auf 4,00 bis 4,25 Prozent bei der nächsten Fed-Sitzung gerechnet.