Eklat im TV-Studio: Carola Rackete ausgebuht und rausgeschmissen
Die deutsche Klimaaktivistin Carola Rackete ist in Norwegen nach einer Störaktion aus einem TV-Studio eskortiert worden. Vor der Aufzeichnung einer Parteivorsitzenden-Debatte des öffentlich-rechtlichen Senders NRK in Arendal erhob sich Rackete im Publikum und warf der norwegischen Politik vor, mit Öl- und Gasexporten „wie Drogendealer“ zu agieren. Aus dem Publikum waren Buhrufe zu hören.
Rackete hält sich nach eigenen Angaben derzeit in Norwegen auf, um gegen die Fossilindustrie zu protestieren. Die Gruppe „Extinction Rebellion“ hatte zuvor für mehrere Städte Aktionen angekündigt. Norwegen ist der größte Gasproduzent Europas und exportiert große Mengen ins Ausland. Rackete sprach von einer „Umweltschuld“ des Landes und warf dem staatlich dominierten Energiekonzern Equinor Greenwashing vor.
In ihrem Protest forderte sie einen „gerechten Übergang“ für Beschäftigte, sonst drohe Norwegen wie die deutsche Autoindustrie mit einem „Produkt, das niemand mehr haben will“ zu enden. An der Aktion beteiligte sich auch die norwegische Aktivistin Olivia Søtvik. Die Störung erfolgte weniger als einen Monat vor der Parlamentswahl am 8. September.