70 Mitarbeiter vor dem Nichts: Modeschmuck-Kette insolvent

Die Modeschmuck-Kette Claire’s Österreich hat Insolvenz angemeldet. Laut Alpenländischem Kreditorenverband (AKV) betrifft das Verfahren 70 Beschäftigte, ob Filialen geschlossen werden, ist derzeit unklar. Das Handelsgericht Wien eröffnete ein Konkursverfahren.

Die Verbindlichkeiten belaufen sich laut Antrag auf 729.429,60 Euro, davon entfallen knapp 360.000 Euro auf konzerninterne Schulden. Die Pleite kommt nicht überraschend: Erst vor wenigen Tagen meldete auch der US-Mutterkonzern Insolvenz an und sucht nun in den USA Käufer für die Filialen.

In Europa setzte Claire’s bislang auf ein Cash-Pooling-System, bei dem Gewinne zwischen den Landesgesellschaften verteilt wurden, um Schulden zu bedienen. Mit dem Stillstand dieses Geldflusses geriet auch die Österreich-Tochter in Schieflage.

Das Unternehmen verweist auf ein „schwieriges wirtschaftliches Umfeld“ in den vergangenen Jahren. Vor allem der wachsende Druck durch den Online-Handel habe die Umsätze stark belastet.

Zur Insolvenzverwalterin wurde Ute Toifl bestellt. 45 Gläubiger sind aktuell betroffen, Forderungen können ab sofort über den AKV angemeldet werden.

Credit: Claire'S