Trump moderiert Kulturauszeichnung selbst – und ehrt Kiss

Donald Trump wird die diesjährigen Kennedy Center Honors im Dezember höchstpersönlich moderieren – ein Novum in der Geschichte der renommierten US-Kulturauszeichnung. Unter den Preisträgern: die legendäre Hardrock-Band KISS, Country-Star George Strait und Actionfilm-Ikone Sylvester Stallone. Auch der britische Schauspieler Michael Crawford sowie Disco-Diva Gloria Gaynor („I Will Survive“) werden für ihr Lebenswerk geehrt.

Seit seiner Rückkehr ins Präsidentenamt formt Trump das traditionsreiche Kulturhaus nach eigenen Vorstellungen. Im Februar setzte er den Vorsitzenden des Kennedy Centers ab, entließ den langjährigen Präsidenten und installierte seinen Vertrauten Richard Grenell als Interimschef. Zudem kündigte er eine umfassende Renovierung an.

Der Kongress bewilligte dafür 257 Millionen Dollar – unter der Bedingung, dass das Opernhaus nach First Lady Melania Trump benannt wird. Ein Gesetzentwurf schlägt sogar den Namen „Donald J. Trump Center for the Performing Arts“ vor.

Trumps konservative Neuausrichtung sorgt für Kontroversen: Einige Produktionen wie „Hamilton“ wurden gestrichen, die Ticketverkäufe gingen zurück. Bei einem Besuch im Juni zu „Les Misérables“ erntete er sowohl Jubel als auch Buhrufe.