Weil Migranten drohten: Öffentliche „Barbie“-Vorführung abgesagt

In Noisy-le-Sec nahe Paris ist eine geplante Freiluftvorführung des Films „Barbie“ nach Drohungen gegen städtische Mitarbeiter abgesagt worden. Der Bürgermeister Olivier Sarrabeyrouse (Kommunistische Partei Frankreichs) erklärte, eine Gruppe jugendlicher Migranten habe beim Aufbau gedroht, die Veranstaltung zu verhindern und die Ausrüstung zu zerstören. Zur Begründung hätten sie angegeben, der Film befürworte Homosexualität und verletze die Integrität der Frau.

Wegen der aggressiven Stimmung sei die Vorführung kurzfristig abgesagt worden. Sarrabeyrouse sprach von „fadenscheinigen Argumenten“ und „politisch motiviertem Obskurantismus“. Politiker der konservativen Republikaner und des rechtsnationalistischen Rassemblement National kritisieren, der Bürgermeister verschweige gezielt islamistische Hintergründe.

Frankreichs Kulturministerin Rachida Dati nannte die Absage einen „schwerwiegenden Programmeingriff, der Familien und Kinder von einer kulturellen Aktivität ausschließt“ und kündigte rechtliche Schritte an. Die bunte, feministische Satire „Barbie“ von Greta Gerwig aus dem Jahr 2023 war ein weltweiter Kassenerfolg.