Kim Yo-jong dementiert Annäherung an Südkorea

Nordkorea hat südkoreanische Berichte zurückgewiesen, wonach Pjöngjang begonnen habe, Propagandalautsprecher an der innerkoreanischen Grenze zu entfernen. Kim Yo-jong, Schwester von Machthaber Kim Jong-un und ranghohe Funktionärin der Einheitspartei, erklärte über die staatliche Nachrichtenagentur KCNA: „Wir haben die Lautsprecher niemals abgebaut und haben auch nicht vor, dies zu tun.“

Zugleich erteilte sie jeder Annäherung an den Süden eine klare Absage. Nordkorea habe „keine Absicht“, die Beziehungen zur Republik Korea zu verbessern – diese Haltung solle künftig sogar in der Verfassung verankert werden.

Südkoreas Präsident Lee Jae-myung versucht seit seinem Amtsantritt im Juni, die angespannten Beziehungen zu entspannen. Das südkoreanische Militär hatte als Geste seine eigenen Lautsprecheranlagen an der Grenze demontiert und die Beschallung eingestellt. Anfang des Monats hieß es aus Seoul, auch der Norden habe mit dem Abbau begonnen – eine Darstellung, die Pjöngjang nun bestreitet.

Die Beziehungen beider Staaten sind seit Ende 2023 besonders frostig. Damals erklärte Nordkorea den Süden offiziell zum „Hauptfeind“ und strich das Ziel einer Wiedervereinigung. Seit dem Koreakrieg (1950–53) ist die Halbinsel geteilt; ein Friedensvertrag wurde bis heute nicht unterzeichnet.