Putin: "Unter Präsident Trump hätte es keinen Krieg in der Ukraine gegeben"
Nach dem Gipfeltreffen mit Donald Trump hat Russlands Präsident Wladimir Putin am Freitag scharfe Kritik an Joe Biden geübt. Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz erklärte Putin, er habe schon 2022 den damaligen US-Präsidenten vor einer Eskalation in der Ukraine gewarnt. Biden habe dies ignoriert.
„Heute, als Präsident Trump sagte, dass es unter ihm keinen Krieg gegeben hätte, kann ich das bestätigen“, so Putin. Er lobte das „geschäftsmäßige und vertrauensvolle Verhältnis“ zu Trump und zeigte sich überzeugt, auf diesem Weg bald ein Ende des Konflikts erreichen zu können.
Das Treffen in Anchorage dauerte rund drei Stunden und endete früher als geplant. Trump kündigte an, NATO-Partner und den ukrainischen Präsidenten Selenskyj über die Gespräche zu informieren. Unklar blieb, welche konkreten Vereinbarungen erzielt wurden.
Beobachter warnen, ein möglicher Waffenstillstand ohne direkte ukrainische Beteiligung könnte Moskau seine bisherigen Geländegewinne sichern und die Sicherheitsordnung Europas nachhaltig verändern.
Für Biden bedeutet Putins Seitenhieb eine neue Belastung im innenpolitischen Schlagabtausch mit Trump, der bereits angekündigt hatte, die Ukrainepolitik seiner Vorgänger radikal ändern zu wollen.