ORF: Erneute Einbindung von SPÖ-nahen Meinungsforschern bei Politik-Talk
Wieder Aufregung um den Staats-TV-Sender ORF: Die Einbindung des SPÖ-nahen Meinungsforschungsinstituts Foresight in die laufenden Sommergespräche sorgt für Kritik seitens der FPÖ. Generalsekretär Christian Hafenecker spricht gar von einem „handfesten Skandal“.
Das Institut liefert nicht nur Umfragedaten zu den Parteichefs, sondern kommt mit Geschäftsführer Christoph Hofinger auch direkt in den Sendungen zu Wort. Brisant: Foresight war bis 2023 unter dem Namen SORA bekannt – damals wurde ein internes Papier publik, in dem das Institut Dirty-Campaigning-Tipps für SPÖ-Chef Andreas Babler aufbereitete. Der ORF beendete daraufhin die Kooperation. Nach der Umbenennung kam es aber erneut zu Aufträgen ...
Erst kürzlich wurde bekannt, dass Foresight auch einen 60.000-Euro-Auftrag von Vizekanzler Andreas Babler zur Erstellung einer Migranten-Umfrage erhielt. Für die FPÖ ist das ein klarer Beleg politischer Nähe. Stiftungsrat Peter Westenthaler kündigte an, das Thema bei der Sitzung am 11. September auf die Agenda zu setzen: „Das ist eine Verhöhnung des Zusehers. Ich brauche kein SPÖ-nahes Institut, das mir erklärt, wie kompetent ein Politiker wirkt.“
Der ORF weist die Vorwürfe zurück. Man arbeite mit anerkannten Instituten zusammen, um die Sommergespräche journalistisch einzuordnen.