Bereits in den nächsten 14 Tagen: Gipfeltreffen von Putin und Selenskyj!

Nach den intensiven Beratungen in Washington zeichnet sich ein mögliches neues Kapitel in den Friedensbemühungen zum Ukraine-Krieg ab: US-Präsident Donald Trump kündigte ein Treffen zwischen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj innerhalb der nächsten zwei Wochen an. Damit könnte es erstmals seit Beginn der russischen Invasion im Februar 2022 zu direkten Gesprächen der beiden Kontrahenten kommen.

Die Ankündigung folgte auf das Mega-Treffen im Weißen Haus, an dem neben Selenskyj auch mehrere europäische Spitzenpolitiker teilnahmen (blog.at hat live berichtet). Zuvor war bekanntlich Trump bereits in Alaska mit Putin zusammengetroffen.

Deutschlands Bundeskanzler Friedrich Merz zeigte sich nach den Beratungen in Washington vorsichtig optimistisch. Bei einer Pressekonferenz betonte er drei Punkte: Ein neuer Gipfel dürfe nur unter Beteiligung der Ukraine stattfinden, territoriale Abtretungen dürften Kiew keinesfalls aufgezwungen werden, und es müsse Sicherheitsgarantien geben, die auch von den USA mitgetragen werden. „Ohne diese Eckpfeiler wird es keinen dauerhaften Frieden geben“, so Merz.

Selenskyj selbst bestätigte die Pläne für ein Treffen mit Putin. Russland habe vorgeschlagen, dass zunächst ein bilaterales Gespräch stattfinden solle, bevor Trump als Vermittler hinzukomme. „Wir sind bereit“, sagte Selenskyj vor Reportern am Weißen Haus. Nur direkte Gespräche könnten helfen, die „komplizierten und schmerzhaften Fragen“ zu lösen. Einen Termin gebe es zwar noch nicht, doch die Vorbereitungen liefen.

Auch Finnlands Präsident Alexander Stubb äußerte sich zu den geplanten Sicherheitsgarantien für die Ukraine. Diese könnten seiner Einschätzung nach bereits innerhalb einer Woche konkretisiert werden. Europa werde in dieser Frage geschlossen hinter Kiew stehen.

Sollte es in den kommenden zwei Wochen tatsächlich zu einem direkten Treffen zwischen Putin und Selenskyj kommen, wäre es ein historischer Schritt – und möglicherweise der Beginn eines eechten Friedensprozesses.

Credit: Reuters