|   2025-08-19 12:06:08

Linksjugend sorgt mit „Aufruf zum Mord an jüdischen Kindern“ für Eklat

Die Frankfurter Linksjugend hat mit einem Posting auf der Plattform X scharfe Kritik ausgelöst. Auf dem Account der Jugendorganisation „solid“ hieß es in Anspielung auf den Verweis einer jüdischen Jugendgruppe aus einem Flugzeug: „Wir müssen leider enttäuschen. Der Rauswurf fand nicht statt während das Flugzeug in der Luft war.“ Der Beitrag wurde inzwischen gelöscht.

Die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten. Meron Mendel, Direktor der Bildungsstätte Anne Frank in Frankfurt, sprach gegenüber dem Hessischen Rundfunk von einem „Aufruf zum Mord an jüdischen Kindern und Jugendlichen“ und sah in dem Fall ein „drastisches Beispiel dafür, wie die letzten Hemmungen fallen“.

Die Linksjugend Hessen wie auch die Frankfurter Gruppe erklärten, der Beitrag sei von einer Einzelperson ohne Absprache veröffentlicht worden. Die Autorin sei suspendiert und nicht länger Mitglied der Organisation. Man distanziere sich ausdrücklich von den Aussagen, überarbeite das Social-Media-Konzept und wolle „fest entschlossen gegen jeden Antisemitismus“ eintreten.

Der Vorfall, auf den sich das Posting bezog, hatte sich Ende Juli im spanischen Valencia ereignet. Dort war eine jüdische Jugendgruppe aus Frankreich aus einem Flugzeug verwiesen worden, wobei es widersprüchliche Darstellungen zu den Hintergründen gab.