|   2025-08-19 12:54:58

Plagiatsjäger liefert neue Indizien gegen Brosius-Gersdorf

Der österreichische Plagiatsjäger Stefan Weber hat seine Vorwürfe gegen die Juristin Frauke Brosius-Gersdorf mit neuem Material untermauert. Auf seinem Blog veröffentlichte er Funde aus der „Wayback Machine“, dem Internet-Archiv.

Dort wurde eine alte Unterseite der damaligen „Wiss. Mitarbeiterin Frauke Brosius“ an der Universität Hamburg gespeichert. Auffällig ist ein Verweis auf eine „WinWord7.0“-Datei, deren Metadaten nach Webers Darstellung nicht von Brosius selbst, sondern von ihrem Mann Hubertus Gersdorf stammen.

Für Weber ist dies ein weiteres Indiz für einen direkten Informationsfluss zwischen beiden während der Abfassung der Dissertation. Zwar sei dies kein Beweis für Ghostwriting – auch gemeinsame Nutzung oder technische Gründe könnten den Befund erklären –, dennoch bewertet er den Fund als wichtiges Mosaikstück in einer Indizienkette.

Der Gutachter verweist darauf, dass zur damaligen Zeit wissenschaftliche Mitarbeiter in der Regel getrennte Computer nutzten. Aus seiner Sicht spreche der nun dokumentierte Autoreneintrag dafür, dass Inhalte von Gersdorf an seine Frau gelangten. Damit sieht Weber seine Hypothese gestärkt.