Anschlag mit sechs Toten: Anklage gegen Magdeburger Weihnachtsmarkt-Terroristen erhoben

Die Generalstaatsanwaltschaft Naumburg hat Anklage gegen Taleb al-Abdulmohsen erhoben, der am 20. Dezember 2024 mit einem Auto über den Magdeburger Weihnachtsmarkt gerast war. Ihm werden sechsfacher Mord, versuchter Mord an 338 Personen sowie gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Bei der Todesfahrt starben fünf Frauen und ein neunjähriger Junge, mehr als 300 Menschen wurden verletzt.

Nach den Ermittlungen habe der 50-jährige Arzt die Tat wochenlang geplant und vorbereitet. Er nutzte einen 340 PS starken Mietwagen und fuhr mit bis zu 48 km/h durch die Menge. Die Generalstaatsanwaltschaft geht davon aus, dass er aus Frustration über private Streitigkeiten gehandelt habe, um möglichst viele Menschen zu töten.

Al-Abdulmohsen sitzt in Untersuchungshaft. Ein psychiatrisches Gutachten soll klären, ob er schuldfähig ist. Wann der Prozess beginnt, ist noch unklar – in Magdeburg wird derzeit eine Interims-Gerichtshalle errichtet, die im September fertiggestellt werden soll.

Neben den strafrechtlichen Ermittlungen läuft im Landtag von Sachsen-Anhalt auch eine politische Aufarbeitung, die sich nun stärker auf den Täter konzentrieren soll.