3,6 Prozent Inflation! Bundesregierung daran mitverantwortlich
Die Inflation in Österreich bleibt hartnäckig hoch: Laut Statistik Austria lagen die Preise im Juli um 3,6 Prozent über dem Vorjahr – und damit deutlich über dem Euroraum-Schnitt von 2,0 Prozent.
Doch anders als oft behauptet, sind es nicht die Lebensmittel, die die Teuerung antreiben. Experten machen vor allem zwei Faktoren verantwortlich: steigende Kosten bei Dienstleistungen und das Ende der Strompreisbremse. Allein deren Auslaufen sorgte laut IHS-Ökonom Sebastian Koch für 0,7 Prozentpunkte.
Auch Josef Baumgartner vom Wifo übt scharfe Kritik an der Politik: „Fast der gesamte Inflationsanstieg zu Jahresbeginn wurde durch Maßnahmen der öffentlichen Hand verursacht.“ Strompreise explodierten um 45 Prozent, weil die Strompreis-Bremse abrupt abgeschafft wurde.
Zusätzlich belastet der Staat die Bürger mit höheren Gebühren: teurere Rezepte, Vignetten, Spitalskosten sowie steigende Preise für Führerschein, Reisepass und Klimaticket. Damit treibt die öffentliche Hand die Inflation selbst an – während sie öffentlich gerne auf die Privatwirtschaft verweist.
Dienstleistungen wie Gastronomie oder Hotellerie wurden ebenfalls massiv teurer. Seit der Pandemie sank das Angebot, die Konkurrenz ist schwächer – und die Preise steigen.
Fazit der Experten: Die Regierung trägt eine Mitschuld an der hohen Inflation. Mit einem gestaffelten Auslaufen der Maßnahmen hätte man den Preisschock abfedern können.
Credit: Getty Images