Nach Flohbiss: Camper in Kalifornien mit Pest infiziert

Ein Bewohner der Region Lake Tahoe in Kalifornien ist an der Pest erkrankt. Nach Angaben der Gesundheitsbehörden wurde die Infektion vermutlich durch den Biss eines infizierten Flohs während eines Campingausflugs im Gebiet von South Lake Tahoe ausgelöst. Der Patient wird zu Hause medizinisch betreut und befindet sich auf dem Weg der Besserung, teilte der Bezirk El Dorado mit.

„Die Pest ist in vielen Teilen Kaliforniens, insbesondere in höher gelegenen Gebieten wie El Dorado County, natürlich vorhanden“, erklärte Kyle Fliflet, kommissarischer Direktor der Gesundheitsbehörde. Menschen und Haustiere sollten deshalb bei Outdoor-Aktivitäten in Regionen mit Nagetierpopulationen besondere Vorsicht walten lassen.

Nach Angaben der US-Seuchenschutzbehörde CDC treten in den Vereinigten Staaten jährlich durchschnittlich sieben Pestfälle auf. Die Infektion wird durch das Bakterium Yersinia pestis ausgelöst und durch Flohbisse oder den Kontakt mit infizierten Tieren übertragen. Typische Symptome sind Fieber, Schüttelfrost, Schwäche und geschwollene Lymphknoten. Mit gängigen Antibiotika ist die Krankheit behandelbar.

Die Behörden überwachen regelmäßig Nagetierbestände auf Pestbefall. In diesem Jahr wurden bereits vier infizierte Tiere im Tahoe-Becken festgestellt. Der letzte menschliche Fall in der Region wurde 2020 registriert.