AMS-Chefin: Wien zieht Migranten an - und Männer aus Syrien bleiben Problem

Wiens AMS-Chefin Petra Draxl hat gewarnt, dass die Integration von Migranten am österreichischen Arbeitsmarkt weiter große Probleme bereitet. Zwar haben über 63.000 Menschen aus Syrien, Afghanistan, Iran oder Irak inzwischen eine Beschäftigung, doch rund 45.000 sind beim AMS arbeitslos gemeldet. Besonders problematisch sei eine Gruppe von etwa 20.000 Personen, die noch nie gearbeitet hat und fast ausschließlich von der Mindestsicherung lebt.

Draxl hob hervor, dass drei Viertel aller Migranten nach Wien ziehen. Dort sei die Arbeitslosigkeit höher, was die Vermittlung zusätzlich erschwere. Besonders Männer aus Syrien blieben eine zentrale Herausforderung, für sie gebe es bisher kein spezielles Programm. Frühere Sonderbudgets seien aufgebraucht, was die Lage zusätzlich verkompliziere.

In einem Interview mit dem „Standard“ kritisierte Draxl außerdem die fehlende Kontinuität in der Integrationspolitik: Immer wieder würden Programme gestartet und anschließend wieder gestrichen. Nun arbeitet Integrationsministerin Claudia Plakolm (ÖVP) an einem neuen Konzept.