Flix-Chef greift Bahn mit Milliarden-Investition an

Flix will der Deutschen Bahn im Fernverkehr ernsthaft Konkurrenz machen. Firmenchef André Schwämmlein kündigt an, bis zu 65 neue Hochgeschwindigkeitszüge für 2,4 Milliarden Euro zu bestellen. Damit würde Flixtrain Europas größte private Zugflotte betreiben.

Schwämmlein betont, sein Unternehmen werde bei der Trassenvergabe nicht völlig fair behandelt. So würden DB-Züge auf manchen Strecken kürzere Fahrzeiten erhalten. Trotz hoher Eintrittshürden im Schienenfernverkehr, etwa durch hohe Trassenpreise, will Flix wachsen. Ziel sei es, den Takt zu erhöhen und weitere Städte anzubinden.

Die Deutsche Bahn hält derzeit rund 95 Prozent Marktanteil im Fernverkehr. Schwämmlein verspricht: „Wir werden immer signifikant günstiger sein als die Staatsbahn.“ Zwar schreibt Flix noch Verluste – 2023 waren es rund 66 Millionen Euro –, langfristig soll das Zuggeschäft profitabel werden.

Einen Wechsel an die Spitze der Deutschen Bahn lehnt Schwämmlein ab. Nach dem Abgang von Bahnchef Richard Lutz ist der Posten zwar vakant, doch für den Flix-Gründer kommt ein Engagement nicht in Frage.