CDU-Politiker fordert: Deutsche sollen Sozialjahr in Herkunftsländern der Migranten machen
Die CDU-Grande Martin Patzelt hat vorgeschlagen, junge Deutsche sollen das Freiwillige Soziale Jahr künftig in den Herkunftsländern von Asylbewerbern absolvieren. Sie sollten dort eingesetzt werden, „um Verständnis für das Problem zu erzeugen“, sagte der 78-jährige Ex-Brgermeister von Frankfurt (Oder) dem Evangelischen Pressedienst.
Patzelt kritisierte zugleich die von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) ausgerufene „Migrationswende“ und bezeichnete Grenzkontrollen an der polnischen Grenze als „hanebüchen“. „30 Kilometer weiter ist ein Grenzübergang, an dem keiner steht. Die Leute sind nicht so dumm, dass sie das nicht merken.“
Auch geplante Kürzungen in der Entwicklungspolitik lehnte der Ex-Abgeordnete ab. „Das ist ein ganz fatales Signal. Wir müssen mehr geben.“
Patzelt gehörte von 2013 bis 2021 dem Bundestag an. Während der Flüchtlingskrise 2015 hatte er öffentlich dazu aufgerufen, Asylbewerber privat aufzunehmen. Er selbst nahm damals zwei Männer aus Eritrea bei sich auf, von denen einer bis heute in seiner Familie lebt.