Kündigungswelle bei ProSiebenSat.1Puls4

Der Sparkurs des ProSiebenSat.1-Konzerns trifft nun auch den linkslastigen österreichischen Ableger Puls4. Wie das Unternehmen am Montag mitteilte, verlieren neun Beschäftigte der Online-Redaktion ihren Arbeitsplatz - der News-Sender Puls 24 stellt seinen gesamten Onlineauftritt ein. Die Abteilung wird künftig in die Streaming-Plattform Joyn integriert.

„Dieser Schritt ist aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Situation, des herausfordernden Marktumfelds und strategischer Prioritäten nötig“, erklärte das Management. Künftig will man den Schwerpunkt stärker auf Bewegtbild-Inhalte für Joyn legen, die durch Texte auf der Publishing-Seite „Behind the Screens“ ergänzt werden sollen. Dieses Angebot soll bis 2026 wachsen – gleichzeitig bedeutet der Fokus aber eine deutliche Reduktion textbasierter Beiträge und damit den Jobabbau.

Die Sendergruppe verweist zudem auf die wachsende Dominanz internationaler Medienkonzerne. Vor allem US-amerikanische und chinesische Plattformen hätten in den sozialen Medien einen enormen Einfluss gewonnen.

Der Stellenabbau reiht sich ein in eine Reihe von Einschnitten, die ProSiebenSat.1-Konzernchef Bert Habets bereits im Frühjahr angekündigt hatte. Ziel sei es, den Medienverbund effizienter aufzustellen und die Kräfte auf zukunftsträchtige Geschäftsfelder zu bündeln. Für die Betroffenen in Wien bedeutet dies jedoch das Ende ihrer Arbeit in der Online-Redaktion.