Kreuzfahrtschiff defekt: 6500 Passagiere hängen vor italienischer Insel fest
Havarie vor der italienischen Küste: Das Kreuzfahrtschiff MSC World Europa mit 8500 Menschen an Bord ist am Dienstagmorgen vor der Insel Ponza liegengeblieben. Ursache war nach Angaben der Reederei ein elektrisches Problem an den Motoren.
Das 333 Meter lange Schiff, das unter maltesischer Flagge fährt, war von Genua nach Neapel unterwegs, als die Havarie gegen 7.25 Uhr im Tyrrhenischen Meer gemeldet wurde. 6500 Passagiere sowie etwa 2000 Crewmitglieder befinden sich an Bord.
Die italienische Küstenwache erklärte, die Lage sei stabil, weder Passagiere noch Besatzung seien in Gefahr. Stromversorgung und Klimaanlagen laufen über Notgeneratoren, Lebensmittel und Wasser seien gesichert.
Zur Unterstützung sind zwei Schlepper auf dem Weg, um den Ozeanriesen nach Neapel zu bringen. Zudem wurden Techniker an Bord entsandt, um die Anlage zu prüfen. Die Küstenwache hat vorsorglich Patrouillenboote und einen Hubschrauber entsendet; die Koordination erfolgt über das Seenotrettungszentrum in Civitavecchia.
Für die Passagiere bedeutet die Panne vorerst Ungewissheit. Viele verbringen die Wartezeit auf Deck. Ein offizielles Ende des Zwischenfalls ist bislang nicht abzusehen.