Noch mehr Waffenkäufe in den USA: Selenskyj fordert eine Milliarde Euro - pro Monat

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat aktuell angekündigt, jeden Monat mindestens eine Milliarde Euro von westlichen Partnern für den Kauf von Waffen in den USA sichern zu wollen. Das sei nötig, um den andauernden Abwehrkampf gegen Russland fortzuführen, erklärte er heute in Kiew. Der Betrag ist gewaltig: Das wären immerhin 33,3 Millionen Euro pro Tag, die Selenskyj für Waffenkäufe benötigt - oder 1,38 Millionen Euro pro Stunde Krieg.

Selenskyj nannte diese Summe bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem norwegischen Regierungschef Jonas Gahr Støre. Dabei betonte er, Norwegen könne eine wichtige Rolle bei künftigen Sicherheitsgarantien für die Ukraine übernehmen, insbesondere im Bereich der Luftverteidigung und des maritimen Schutzes.

„Unsere Partner wissen, wie dringend wir kontinuierliche Unterstützung benötigen. Es geht nicht nur um einmalige Lieferungen, sondern um eine verlässliche Struktur“, so Selenskyj.

Norwegen gehört zu den Staaten, die bereits umfangreiche Militärhilfe geleistet haben. Støre bekräftigte in Kiew die fortgesetzte Solidarität seines Landes mit der Ukraine.

Österreich unterstützte die Ukraine bereits mit drei Milliarden Euro

Mit seinen neuen Forderungen unterstreicht Selenskyj den wachsenden Finanzbedarf seines Landes, das seit über zwei Jahren gegen die russische Armee kämpft. Ob die angestrebten Milliardenzahlungen regelmäßig zusammenkommen, bleibt jedoch offen – die Verhandlungen mit westlichen Partnern laufen weiter.

Bekanntlich hat Österreich schon mit mehr als drei Milliarden Euro die Ukraine unterstützt - mit einer Summe, die nur für drei Monate den Kauf von Rüstungsgütern in den USA sicherstellen könnte.

Die USA unter Präsident Donald Trump liefern der Ukraine nun wieder Raketen, die auch Russlands Landesinneres treffen können. Das Wall Street Journal meldete, dass es bereits beschlossene Sache sei, die ERAM (Extended Range Active Missile) genannten Raketen zu liefern. Insgesamt 3550 ERAM-Raketen sollen an die Ukraine geliefert werden. Sie stehen Kiew in ungefähr sechs Wochen zur Verfügung. Die Raketen hätten eine Reichweite von bis zu 450 Kilometern, was auch Angriffe auf Teile Moskaus ermögliche. Laut Bericht soll das Pentagon jedoch darauf bestehen, jeden ERAM-Einsatz auf ein über 240 Kilometer entferntes Ziel vor dem Abschuss zu genehmigen.