Trump spricht mit Putin über Atomwaffen – wenig Chancen auf Treffen mit Selenskyj

US-Präsident Donald Trump hat nach eigenen Angaben ein Gespräch mit dem russischen Staatschef Wladimir Putin über nukleare Abrüstung geführt. „Die Reduzierung von Atomwaffen ist ein wichtiges Ziel – mit Blick sowohl auf Russland als auch auf China“, erklärte Trump am Montag laut CNN vor Journalisten in Washington. Russland sei zu Gesprächen bereit, und er sei überzeugt, dass auch China einsteigen werde. „Wir können nicht zulassen, dass sich Atomwaffen weiter verbreiten. Wir müssen Atomwaffen stoppen“, so der Präsident.

Die Aussagen folgen auf eine Phase erhöhter Spannungen zwischen Moskau und Washington. Erst Anfang August hatte Trump nach eigenen Angaben zwei US-Atom-U-Boote näher an russisches Hoheitsgebiet verlegt. Vorausgegangen war ein Schlagabtausch mit dem ehemaligen russischen Präsidenten Dmitri Medwedew, der öffentlich mit Drohungen gegen die USA aufgetreten war.

Zur Frage eines möglichen Treffens zwischen Putin und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zeigte sich Trump hingegen zurückhaltender als seine Sprecherin Karoline Leavitt noch in der Vorwoche. Diese hatte erklärt, Putin habe einem direkten Treffen in den kommenden Wochen zugestimmt. Trump selbst relativierte nun: „Ich weiß nicht, ob sie sich treffen werden. Vielleicht ja, vielleicht nein.“

Er verwies auf die persönliche Feindschaft der beiden Staatschefs. „Zwischen den beiden Männern herrscht enorme Abneigung“, sagte Trump. Ob ein Gipfeltreffen zustande komme, liege letztlich an Putin und Selenskyj. Gleichwohl betonte er, dass es sinnvoll wäre, wenn beide zunächst direkt miteinander sprächen. Erst danach, so Trump, könne er selbst in die Gespräche einsteigen und möglicherweise zu einem Abschluss beitragen.