50.000 Jobs in Deutschlands Autobranche sind weg

Die deutsche Autobranche hat im vergangenen Jahr massiv Arbeitsplätze gestrichen. Laut einer Analyse der Beratungsgesellschaft EY, die auf Daten des Statistischen Bundesamts basiert, gingen binnen zwölf Monaten rund 51.500 Jobs verloren. Das entspricht fast sieben Prozent aller Stellen in der Branche.

Besonders betroffen sind große Hersteller und Zulieferer. Konzerne wie Mercedes-Benz, VW, Bosch, Continental und ZF haben Sparprogramme angekündigt. Porsche will seine Batterietochter Cellforce weitgehend einstellen.

Als Gründe nennt EY hohe Energiepreise, eine schwache Binnennachfrage und sinkende Exporte. Belastend wirken auch die von US-Präsident Donald Trump verhängten Zölle, die deutsche Produkte auf dem amerikanischen Markt verteuern. Hinzu kommt der zunehmende Druck durch chinesische Konkurrenten.

Insgesamt ist die Zahl der Industriebeschäftigten in Deutschland seit 2019 um 245.000 gesunken. EY-Partner Jan Brorhilker erwartet, dass sich dieser Trend fortsetzt. Besonders für junge Ingenieure und Hochschulabsolventen werde es künftig schwieriger, einen Arbeitsplatz zu finden.