|   2025-08-26 16:15:55

Taylor-Swift-Anschlagspläne: 16-jähriger Helfer muss keinen Tag ins Gefängnis

Ein Jahr nach der Absage mehrerer Taylor-Swift-Konzerte in Wien wegen Terrorgefahr ist ein jugendlicher Mitverdächtiger in Berlin verurteilt worden. Das Kammergericht sprach den inzwischen 16-jährigen Syrer schuldig, eine schwere staatsgefährdende Gewalttat vorbereitet und den Terrorismus unterstützt zu haben. Er erhielt eine Bewährungsstrafe von eineinhalb Jahren.

Der Jugendliche hatte sich laut Gericht durch IS-Propaganda radikalisiert und stand in Kontakt mit einem heute 20-jährigen Österreicher, der als Hauptverdächtiger gilt. Demnach schickte er unter anderem eine Bombenbauanleitung und stellte Verbindungen zu einem IS-Mitglied her. Im Prozess legte er ein umfassendes Geständnis ab. Die Bundesanwaltschaft und die Verteidigung hatten übereinstimmend eine Bewährungsstrafe beantragt.

Die Swift-Konzerte in Wien waren im August 2024 kurzfristig abgesagt worden, nachdem die Behörden konkrete Anschlagspläne erkannt hatten. Der österreichische Mitangeklagte soll nach Erkenntnissen des Verfassungsschutzes Angriffe mit Sprengstoff sowie Hieb- und Stichwaffen vorbereitet haben.

Während das Berliner Urteil noch nicht rechtskräftig ist, laufen die Ermittlungen gegen den Hauptverdächtigen in Österreich weiter. Laut Staatsanwaltschaft Wien wird weiterhin umfangreiches Datenmaterial ausgewertet.