Islamisten (15 und 17) planten Anschläge auf Eiffelturm und Synagogen

Französische Ermittler haben zwei Jugendliche festgenommen, die mutmaßlich Terroranschläge auf den Eiffelturm und mehrere Synagogen geplant haben. Die Verdächtigen sind erst 15 und 17 Jahre alt. Das berichtete die Tageszeitung „Le Figaro“.

Die Jugendlichen wurden bereits Ende Juli in Gewahrsam genommen, der Fall wurde aber erst jetzt bekannt. Kurz darauf klagte die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft sie wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung an. Nach Angaben der Ermittler hatten die beiden radikalisierten Islamisten über verschlüsselte Messenger-Dienste „extrem gewalttätige Inhalte“ ausgetauscht und erklärten, sich dem Dschihad anschließen zu wollen. Zudem sollen sie im Darknet nach Waffen gesucht haben.

Hintergrund ist eine wachsende Zahl jugendlicher Terrorverdächtiger in Frankreich. Erst im Mai wurde eine eigene Abteilung für extremistische Minderjährige geschaffen. Während 2022 nur zwei Jugendliche unter Terror-Verdacht standen, waren es 2023 bereits 15, im Vorjahr 18 – und heuer schon 13. Laut Europol ist inzwischen fast jeder dritte Terror-Verdächtige jünger als 20 Jahre.

Auch in Deutschland gab es am Montag einen ähnlichen Fall: In Sachsen wurde ein 15-jähriger Tschetschene festgenommen, der auf TikTok einen Anschlag angekündigt haben soll.