|   2025-08-28 06:19:30

Argentiniens Präsident Milei mit Steinen beworfen

Argentiniens Präsident Javier Milei ist bei einer Wahlkampfveranstaltung in Lomas de Zamora, Provinz Buenos Aires, mit Steinen und Flaschen attackiert worden. Der liberale Staatschef blieb unverletzt, wie sein Sprecher am Mittwoch im Onlinedienst X mitteilte. Sicherheitskräfte brachten ihn schnell in Sicherheit. Eine Anhängerin Mileis erlitt Verletzungen und wurde mit einem Krankenwagen abtransportiert.

Ein AFP-Reporter berichtete, dass Demonstranten neben Steinen auch Pflanzen auf die Fahrzeugkolonne warfen. Im Wagen befanden sich Milei sowie seine Schwester und Generalsekretärin Karina Milei. Nach dem Angriff verließ der Tross umgehend den Ort, woraufhin es zu Auseinandersetzungen zwischen Befürwortern und Gegnern des Präsidenten kam.

Der Zwischenfall steht im Schatten eines Korruptionsskandals, der die Regierung unter Druck setzt. Auslöser sind veröffentlichte Tonaufnahmen des ehemaligen Leiters der Behindertenbehörde, Diego Spagnuolo. Er wirft Karina Milei vor, Gelder für Menschen mit Behinderung veruntreut zu haben.

Unmittelbar vor der Attacke hatte Javier Milei die Vorwürfe zurückgewiesen: „Alles, was Spagnuolo sagt, ist eine Lüge.“ Vertreter der Regierung machten nach dem Vorfall politische Gegner aus dem kirchneristischen Lager für die Angriffe verantwortlich.