Mit 700 Beamten! Polizei durchsucht von Linksextremen besetztes Haus

Mit einem Großaufgebot durchsucht die Berliner Polizei seit dem frühen Donnerstagorgen das linksautonome Szenehaus in der Rigaer Straße 94. Ziel der Aktion ist es, die aktuellen Bewohner zu identifizieren. Dafür liegen nach Angaben der Polizei Durchsuchungsbeschlüsse eines Gerichts vor.

Rund 700 Beamte sind im Einsatz, um die Maßnahmen abzusichern. Mit Ramme und Sägen verschafften sich Spezialkräfte Zugang zu verbarrikadierten Eingängen. In zwölf Wohnungen wurden bislang 15 Personen angetroffen, die vorerst im Gebäude bleiben dürfen.

Die Immobilie gilt seit Jahrzehnten als Hochburg der linksextremen Szene und ist seit Jahren Gegenstand juristischer Auseinandersetzungen. Der Eigentümer versucht, die Bewohner mit Räumungsklagen loszuwerden, da sie nach seiner Auffassung keine gültigen Mietverträge besitzen.

Zur Absicherung des Einsatzes werden auch das Landgericht und die Büros der Eigentümerfirma von der Polizei geschützt. Ein Sprecher schloss spontane Proteste nicht aus, bislang blieb es jedoch ruhig.

In der Vergangenheit kam es immer wieder zu gewaltsamen Auseinandersetzungen rund um das Haus, zuletzt hatte sich die Lage aber etwas entspannt.