Bericht: Männer werden bei der Polizei mittlerweile diskriminiert
Bei der Polizei im niedersächsischen Uelzen sind Männer bei Beförderungen offenbar systematisch benachteiligt worden. Laut einem Bericht des „Spiegel“ gab es interne Vorgaben, wonach 69 Prozent der Aufstiege von Ober- zu Hauptkommissaren Frauen vorbehalten sein sollten. Das Verwaltungsgericht Lüneburg stoppte daraufhin 26 Beförderungen und verwies auf Artikel 33 des Grundgesetzes, der gleiche Chancen nach Eignung und Leistung garantiert.
Die Präsentation, die von der Polizeidirektion Lüneburg erstellt worden war, sprach von einer „Maßstabsüberziehung“, bei der Frauen gezielt besser beurteilt werden sollten. Kritiker wie der Bund Deutscher Kriminalbeamter nannten das eine „Anleitung zur Manipulation“ und eine „Diskriminierung von Männern“.
Innenministerin Daniela Behrens (SPD) sprach von einem „nicht bedeutsamen“ Vorgang. Die CDU-Opposition im Landtag dagegen forderte eine umfassende Aufklärung und sprach von einem „ungeheuerlichen“ Fall.