NATO-Chef Rutte warnt vor möglicher russischer Attentats-Strategie in Europa

NATO-Generalsekretär Mark Rutte hat sich besorgt über die jüngsten russischen Angriffe in der Ukraine geäußert, bei denen erneut zivile Infrastruktur beschädigt wurde – darunter auch ein Gebäude der EU-Delegation in Kiew. Rutte verurteilte die Attacken scharf und erklärte, sie seien ein weiterer Beweis dafür, dass Europa Russland und dessen Vorgehen nicht naiv betrachten dürfe.

Der frühere niederländische Premierminister warnte zudem vor unberechenbarem Verhalten Moskaus. „Wenn es Teil ihrer Strategie ist, könnten die Russen auch Attentate in Europa versuchen“, sagte Rutte. Diese Gefahr müsse ernst genommen werden.

Das Statement folgte auf Gespräche mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und der Vizepräsidentin für Außenpolitik, Kaja Kallas. Beide hatten bereits zuvor vor wachsender russischer Aggression gewarnt.

Zu Berichten über mögliche russische Spionageaktivitäten in Europa wollte Rutte sich aus operativen Gründen nicht äußern. Er betonte jedoch, dass Wachsamkeit und Vorbereitung für die NATO-Staaten oberste Priorität hätten.

Noch laufen innerhalb des Bündnisses Beratungen über eine angemessene Reaktion auf die jüngsten Entwicklungen. Klar ist für Rutte jedoch: Russland setzt weiterhin auf Einschüchterung und Gewalt, und Europa muss geschlossen darauf antworten.