Er tötete Christen und ließ sich dabei filmen: IS-Terrorist will wieder in die EU

El Shafee Elsheikh, einer der berüchtigten IS-Terroristen der sogenannten „Beatles“-Zelle, versucht aus einem US-Hochsicherheitsgefängnis heraus nach Europa verlegt zu werden. Der 36-jährige Kriminelle, bekannt als „Jihadi Ringo“, war 2022 in Virginia wegen Geiselnahme und Verschwörung zum Mord verurteilt worden. Ein Geschworenengericht verhängte achtmal lebenslange Haft.

Die Terrorzelle, zu der auch der berüchtigte „Jihadi John“ gehörte, machte durch grausame Enthauptungsvideos weltweit Schlagzeilen. Zu den Opfern zählten unter anderem die US-Journalisten James Foley und Steven Sotloff, der Helfer Peter Kassig, die Entwicklungshelferin Kayla Mueller sowie der britische Mitarbeiter David Haines. Haines’ Tochter Bethany nannte Elsheikhs Antrag, nach Großbritannien verlegt zu werden, „eine ungeheuerliche Beleidigung“.

Elsheikh, in Sudan geboren und in London aufgewachsen, hatte 2018 die britische Staatsbürgerschaft verloren. Dennoch beantragte er nun im Rahmen des „International Prisoner Transfer Program“ eine Rückführung, angeblich um näher bei Familie und Freunden zu sein - das berichtet aktuell die Daily Mail. Opferangehörige befürchten dagegen, dass er in britischen Gefängnissen wie Belmarsh vergleichsweise bessere Bedingungen hätte – mit Zugang zu Fernsehern, Spielkonsolen und Kontakt zu anderen Extremisten.

Bethany Haines äußerte ihre größte Sorge: Sollte Elsheikh eines Tages frühzeitig entlassen werden, könnte er nur wenige Kilometer von ihrem Wohnort entfernt leben. Sie wirft ihm vor, das System zu manipulieren, um mildere Haftbedingungen zu erreichen, und spricht von einem „soziopathischen Narzissten“.

Die britische Regierung betont, bislang liege kein offizieller Antrag aus den USA vor. Man habe jedoch jederzeit das Recht, eine Überstellung abzulehnen. Auch Opferfamilien wurden informiert und haben 30 Tage Zeit, Stellungnahmen einzureichen.